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Eine kurze Geschichte Duisburgs |
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Written by ASILB
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Wednesday, 22 April 2009 08:40 |
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Reste der alten Stadtmauer am heutigen Innenhafen
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Duisburg liegt am Zusammenfluss von Rhein und Ruhr. Ausgrabungen haben belegt, das hier an einer hochwassergeschützten Stelle und zudem in Nähe zu einer Rheinfurt mindestens seit dem 1. Jahrhundert n.Ch. eine Besiedlung stattfand. Sicher ist auch, dass schon die Römer in dieser Zeit, auf der linksrheinischen Seite, ein ständiges, befestigtes Lager namens ASCIBURGIUM unterhielten um die Ruhrmündung zu kontrollieren.
Der Rhein bildete die natürliche Grenze zwischen römischem und germanischem Reich. Funde auf der rechtsrheinischen Seite belegen das zwischen Römern und Germanen an dieser Stelle ein reger Handel stattfand. Eine erste schriftliche Erwähnung fand Duisburg im Jahr 883 in einem Bericht über einen Wikingerraubzug, bei dem Duisburg den raubenden Seefahrern offenbar als Winterquartier diente
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Auf dem Rhein werden heutzutage jedes Jahr über 200 Mio. Tonnen Güter transportiert.
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Rhein und Ruhr sind seit jeher wichtige Handelswege gewesen und sind es noch heute. Hinzu kommt noch das einer der wichtigsten Hellwege, nämlich der Verbindungsweg zwischen Rhein und Elbe, seit alters her an dieser Stelle seinen westlichen Ausgangspunkt hatte. Hellwege sind Verbindungsrouten die seit tausenden von Jahren benutzt werden und mindestens aus keltischen Zeiten stammen. Während des Mittelalters entwickelten sich viele dieser „Strassen“ zu wichtigen Handelsrouten.
Aufgrund dieser günstigen Lage wuchs Duisburgs wirtschaftliche und politische Bedeutung als regionales Markt- und Handelszentrum mit überregionalen Verbindungen. Schon im 5. Jahrhundert gab es eine fränkische Königsburg und spätestens ab dem 9. Jahrhundert eine hauptsächlich hölzerne Königspfalz. Königspfalzen (Paläste) dienten im Mittelalter den damals ständig reisenden Königen als Regierungssitz auf Zeit.
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Abfotografiertes Modell der Duisburger Königspfalz. An Stelle des damaligen Rheinhafens ist heute der Duisburger Innenhafen.
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Im 13. Jahrhundert verlagerte sich der Rhein nach schweren Hochwässern von der Stadt weg. In der Folge bestand zwar noch eine Hafenverbindung über einen “toten“ Rheinarm, die aber immer mehr verlandete und als Handelsroute schon bald nicht mehr nutzbar war. Dieses weiträumige Verlagern kam in Zeiten unregulierter Flussläufe häufig vor. Die Gebiete des Niederrheins sind voll mit Seenketten die ursprünglich zum Bett des Rheins gehörten. Duisburg erlebte seinen ersten grundlegenden Strukturwandel: Aus einer Kaufmannsstadt wurde eine Stadt von Ackerbauern und Viehzüchtern. Der Straßenname „Kuhtor“ erinnert bis heute an die Tatsache, dass in der Stadt untergebrachte Viehherden regelmäßig auf die umliegenden Weiden getrieben wurden.
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Im Jahre 1559 wurde in Duisburg ein „akademisches Gymnasium“ gegründet, an welchem der berühmte Kartograph Gerhard Mercator 3 Jahre lang (1559-1563) unterrichtete und aus der im Jahre 1654 die erste „alte“ Duisburger Universität hervorging. Im Jahre 1818 wurde sie geschlossen. Die Konkurrenz anderer, finanziell besser ausgestatteter Universitäten vor allem in den Niederlanden war zu groß geworden und die „Kundschaft“ blieb aus. Erst im Jahre 1968 sollte Duisburg eine neue Universität erhalten. Sie wurde folgerichtig, wenn auch erst spät, Gerhard-Mercartor-Universität genannt und wurde im Jahr 2003 mit der Universität Essen zur „Universität Duisburg-Essen“ fusioniert.
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Erst mit Beginn der Industrialisierung gab es eine weitere grundlegende Änderung in den Strukturen der Stadt. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts fing die Bevölkungszahl langsam an zu steigen. Zwischen 1800 und 1900 wuchs sie dann rasant von einigen tausend auf fast 100.000 Einwohnern an.
In dieser Zeit siedelten sich auch die meisten großen Unternehmen der sogenannte Montanindustrie, wie z.B. Thyssen und Krupp nördlich und südlich von Duisburg an. Das führte auch zu rapidem Bevölkerungswachstum in andern umliegenden Kleinstädten und Siedlungsräumen. Die Zuwanderer kamen aus dem gesammten deutschen Reich, aus Österreich und den Niederlanden. Abertausende Familien aus unterentwickelten, ländlichen Regionen suchten ihr Glück in den aufstrebenden Industrieregionen Europas.
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In Ruhrort und Duisburg wurden in großem Umfang die Hafenanlagen ausgebaut und wuchsen im Laufe der Zeit zum größten Binnenhafen der Welt zusammen. Durch dieses explosionsartige Wachstum in der Duisburger Region (ähnliches gilt für diese Zeit auch für andere Städte des heutigen Ruhrgebietes) entstand ein riesieger industriell/urbaner Komplex.
Im 20. Jahrhundert fanden dann eine Reihe von Eingemeindungen, beginnend 1905 mit Ruhrort, statt. Dadurch und durch weitere hohe Zuwanderungsraten von Industriearbeitern und ihren Familien stieg die Duisburger Bevölkerungszahl auf über 600.000 Einwohner im Jahre 1975.
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Last Updated on Monday, 11 May 2009 18:19 |